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"To make an end is to make a new beginning"- T.S. Eliot

Friday, 28 October 2016

All about the food again

Ich hab mir gedacht, weil das essen hier so lecker ist, stell ich Euch nach und nach mal all die tollen Sachen hier vor !!! Ach und nicht wundern, Reis gibt es zu jedem Essen, deswegen wird der hier nicht extra erwahnt :D

Das sind  Lanzones. ich glaub, die haben keinen anderen Namen. leider wachsen sie nur einmal im jahr und die Zeit ist jetzt vorbei, aber wir hatten einige Baume im Center und somit die Chance jeden Tag welche zu essen. Innen sehr sweet, aber man sollte nicht auf den Kern beissen, denn dann wirds wirklich wirklich bitter. Einfach einer der besten, mehr oder weniger gesunden, Snacks hier.
Das nennt sich Mongo oder so und gehort auch zu meinen Lieblingsessen. Irgendwelche Bohnen oder mehr Linsen, zu denen dann ab und zu Huhn oder andere Sachen gemischt werden. Dazu kommen auch immer malungay, das sind kleine grune Blatter, die wir immer irgendwo pflucken. Masarab! ( Lecker!)

Chicken Adobo ist wohl eines der bekanntesten philippiischen gerichte. Wir haben bevor ich hierher kam, einaml schon probiert es in Deutschland zu kochen, aber nichts schlagt diesen Geschmack hier. Mit der philippinischen Sojasauce kann man alles aufbessern. Also das hier sollte man wirklich uberall einfuhren. Aber bei uns im Center gibt es das eigentlich nur an besonderen Anlassen, da wir sonst nie das Huhner-Fleisch, sondern nur Fuss und Kopf essen.

Ich hab keine Ahnung, wie das Gericht heist, aber das ist so ein Standard-Abendessen hier- Ja sieht es nicht lecker aus!- Mit Kurbis ( Ich hab den hier fur mich neu entdeckt) und Bohnen und irgendwelchen Blattern wird zu dem Reis hier eine wirklich besondere bailage gezaubert.

Thursday, 27 October 2016

Licht ganz am Ende des Tunnels

Ja, das Visa-Chaos setzt sich fort. Allerdings kommt es zu einem Ende.
Als wir das Immigration-Office zum dritten mal betraten, wurden wir schon mit einem Handschlag begrusst: “Da seid ihr ja wieder”. Nachdem wir die tausend Dokumente neu geordnet haben, konnte ich mich dann mal wieder zu einem Office-worker setzen. Bis zum Ende war ich überzeugt davon, dass er weiß gewesen ist, aber die anderen beiden haben mich dann davon überzeugt, dass er nur sehr, sehr gebleicht war ( Das ist hier ja Trend. Deswegen rennen die auch alle mit Regenschirmen in der Sonne rum).
Es war der erste, der wirklich freundlich war. Und als er anfing alles durchzusehen, wurde ich immer zuversichtlicher. Bis er dann zu einem Brief an den Commissioner kam. Leider war wieder der falsche adressiert. Allerdings hatte er eine Losung und zehn Minuten später, war dann alles so wie es sein sollte. Worauf er sehr viel Wert gelegt hat, war allerdings unsere Sicherheit und alles, denn wie er es so formuliert hat “ wir wollen euch ja hier behalten”. Wie man vielleicht auch in den deutschen Nachrichten sieht, ist es hier gerade nicht mehr ganz so sicher. Gesetzlosigkeit herrscht auf den Straßen jetzt vor und deswegen ist Manila nun auch für uns Tabu-Zone erst einmal geworden und wir sollen nur für die Visa-Geschichte dort hin ( Gesetzlosigkeit hört sich so heftig an, aber das viel grossere Problem ist eigentlich, dass man das gar nicht merkt. Dass, obwohl 30 Leute hier am Tag auf der Straße sterben, sich die Straßen so sicher anfühlen und ich gar nichts davon mitbekomme).
Naja, mit der unterzeichneten Dokumenten ging es dann weiter. Es lauft dann ungefähr so ab: “Geht zu window 20”, at window 20 “ Geht zu window 37”, window 37 “ wer hat euch gesagt hier her zu kommen geht zur Information” Information “geht zu 37”- “da waren wir schon” “Oh dann probiert 15” 15: “Ja ihr könnt die Dokumente hier liegen lassen”- “Oh wann sind sie fertig bearbeitet”- Keine Antwort. Wir waren dann erst einmal was essen und Geld abheben, da man ja da nicht mit Kreditkarte bezahlen kann.
Und dann sind wir umgerechnet 260 Euro losgeworden ( Juhuu, insgesamt sind wir bei 450 Euro nur für das Visa bisher). Und besaßen dann ein Blatt, das bisher unser Visa ist.
Wir dachten schon, wir seien ganz fertig, doch bei einem genaueren Blick und einem Besuch in dem Office des weißen Office workers, konnten wir feststellen, dass es dann doch noch nicht so fertig schien.
Wir hatten die Auswahl zwischen zwei Terminen, an denen wir zusammen mit den beiden “Head of the organisation”, die unsere Dokumente unterschrieben haben, für ein interview und fingerprinting zurück kommen mussten.
Zum Gluck konnten wir einen der Termine wahr nehmen und nachdem der Office worker abgelassen hat, zu behaupten, dass unsere Ausweise gefälscht sind und wir hier her geschmuggelt wurden, hat er dann auch seine Unterschrift drunter gesetzt und jetzt heißt es warten. Ende November sollen die Visa Sachen dann fertig sein und wir hoffen einfach nur, dass es keine weiteren Probleme gibt!

Monday, 17 October 2016

1795 Rice grains or a whole week in Behia

Endlich wieder Reisfeld!!!
Leider stand aber gar keine Reisfeld-Arbeit an, sondern eine ganze Menge anderer Kram. Am Wochenende waren Besucher erwartet und deswegen haben wir dann einfach Mal einen Pfad gebastelt. Naja, wenn es doch nur so leicht wie basteln gewesen ware. Allerdings waren die 50-Kilo-Steinplatten dann doch ein wenig schwerer zu transportieren. Und das dann barfuß auf den matschigen, mit Dornen-besprenkelten Wegen, glich dann eher einer Rutschpartie. Zum Gluck wurde der Stein als ich einmal volle Kanne ausgerutscht bin, von Leo noch gehalten und ist somit nicht auf mich drauf geknallt.
Irgendwann sind uns dann die Steine am dritten Tag ausgegangen und so wurde es dann einfach dabei belassen. Also der Weg war dann so halb-fertig.
Auch der Rest wurde aufpoliert. So wurde der dreckige Boden sogar mit Seife gereinigt ( Ja, macht sehr viel Sinn bei einem Stein Boden und jeder Menge Leute, die alle drei Sekunden mit matschigen Füssen drüber gehen).
Freitag war es dann auf einmal schon so weit und es sollten irgendwelche Richter (“judges”) kommen. Das beste an Besuchen ist immer das Essen, so hatten wir schon bevor sie da waren “Marianda”, eine Art sussen Reis, der aus Linsen gemacht wird. Irgendwann waren sie dann auch da. Ich steh da ja voll drauf, dass hier niemand Zeitdruck oder so etwas verbreitet. Das kennen die alle hier gar nicht. Hier macht jeder ruhig sein Ding und es heißt, dass irgendwann irgendwer kommt und dann trudeln die Leute langsam ein. Normalerweise wurde man ja auch denken, dass, wenn “Judges” im Anmarsch sind, sich jeder ein bisschen aufpoliert, aber die dreckigen Klamotten haben niemandem etwas ausgemacht.
Zwei Stunden später sah die Situation von außen dann ungefähr so aus: Zehn Menschen über Teller gebeugt, mehr oder weniger Stille und alle drei Sekunden ruft jemand eine Zahl: “1286”, aus der anderen Ecke kommt dann “267”. Ein Plan, was geschieht? Wir haben Reis gezahlt. Oh man, es hört sich so dämlich an, wenn ich das so schreibe, aber eigentlich war das echt eine beruhigende arbeit- bisschen wie puzzeln oder so. Natürlich hatte das alles auch einen Sinn, denn die letzten zwei Jahre wurden die Felder als Experiment mit einem und mit drei Samen bepflanzt und wir haben jetzt zusammen mit den “Judges” die Auswertung vorgenommen. Das Ergebnis ist, dass die Pflanzen mit einem Samen mehr Reiskörner hervorbringen, als die mit drei Samen, da sich die pflanze dann besser entwickeln kann und der eine Samen alle notwendigen Energien nur für sich nutzen kann ( Soweit hab ich es glaub ich verstanden...). Vielleicht seid ihr jetzt gelangweilt, aber ich finde es echt sau spannend, was man alles über Reis lernen kann.
Nachdem wir dann eine Menge leckeres essen gegessen haben, war der Besuch dann auch schon wieder weg ( Unser Tag war da aber noch lange nicht vorbei, da wir abends dann damit beschäftigt waren den Reis, der im Training-center verschüttet lag- um zu trocken, wieder in sacke zu verpacken und das war für zwei Personen echt ne Menge Arbeit).
Samstag-Morgen sollte es dann auch schon um 6 losgehen ( Wir sind vielleicht gegen 8 losgefahren), da dann die richtigen Besucher kommen sollten.
Als erstes wurde Behia geschmückt. Wir haben Girlanden aufgehängt, die man vielleicht in Deutschland im Kindergarten aufhängt. Es sah dann aber einfach richtig cool aus. Also wirklich richtig feierlich. Es war “Farmers day”- Gut, dass auch einmal zu erfahren.
Wieder einmal wurde dann gewartet. Dann kamen zwei Personen und zwei Stunden später die anderen 10 oder 12. Diesmal ging es darum, welche von den 32 Varietäten ( Ja so viele verschiedene werden allein in Behia angepflanzt) die beste ist. Ich check immer noch nicht ganz, wie man das allein vom betrachten sehen kann, aber sie kamen zu dem Entschluss, dass es eine Art von weißen Reis ist. Ich mag den dunklen hier am liebsten.
Auch hier gab es wieder eine Menge Essen und eigentlich haben wir nachdem die Besucher weg waren auch nichts anderes mehr getan, als zu essen. Das war dann aber auch eindeutig die Belohnung für die tage davor. Denn mein Körper hat sich echt noch schlapp angefühlt und auch Muskelkater in den Armen war vorhanden.

Oh man, das war schon einmal eine super Woche!





Zusammen leben, alleine sterben

Haha, so heißt eine Folge in Lost- die Serie, die wir uns hier abends regelmassig reinziehen.
Aber in der letzten Zeit habe ich dann doch eine Menge verschiedene Sachen gesehen. Wie Schweine gebaren zum Beispiel oder auch unsere Ziege, die von ihrem eigenen Sohn schwanger war ( Die kleinen Zicklein sind jetzt, inoffiziell, nach Sophie und mir benannt).
Drei kleine Baby-Katzen, die hier im Center waren, sind, da sie niemand gefuttert hat, haben dann leider auch irgendwann das Zeitliche gesegnet. Dafür haben wir jetzt auf dem Reisfeld vielleicht 10 neue kleine, miauende Dinger, die einfach überall sind.
Zusätzlich zu den 15 neuen kleinen ferkeln, den zwei kleinen Baby-Ziegen und den Kätzchen gibt es dann noch eine neue Reglung, denn unser Center versorgt die anderen beiden Center von bahay Tuluyan mit Fleisch und 100 Hühner und ein Schwein sollen uns jetzt jede Woche verlassen. Das ist ja vielleicht mal eine Arbeit 100 Hühner zu toten. Wir waren den ganzen Morgen damit beschäftigt Ich bin immer noch verwundert, wie wenig mir das Blut etwas ausmacht.
Auch Harris, das Schwein, welches mir als erstes vorgestellt wurde, wurde dann eines Abends auf nicht ganz so schone Art hingerichtet ( Der ist immer zu den Nachbarn gelaufen und hat dort vermutlich so ziemlich alles zerstört und dann wurde halt kurzer Prozess gemacht).
Naja, ist schon seltsam, Ich hab das Gefühl, dass ich hier mehr mit dem leben und dem Tot konfrontiert bin. Ich meine, ich sehe hier aus erster Hand, wo das Fleisch herkommt. Und das ist super so. Eine Situation habe ich immer noch im Kopf, wo ich gefragt wurde, was für Fleisch wir essen und ich versucht habe, Salami und Schnitzel zu erklären ( Peinlich war es schon zu sagen, dass wir nicht alles verwerten und ich nie zuvor Fuß oder Kopf vom Schwein gegessen habe) und dann nicht einmal wusste, von welchem Teil des Schweins es kommt.

Also, im Gegensatz zu was ich vorher dachte, werde ich definitiv kein Vegetarier, aber die Idee nur noch Bio-Produkte zu kaufen oder mich zumindest zu informieren, wo mein Fleisch herkommt oder sogar selbst eine kleine Farm zu besitzen ( ok das ist ein bisschen too much) rückt immer weiter in meinen Kopf.



Sunday, 16 October 2016

Family Day

Dieser Tag war schon lange angekündigt gewesen, aber morgens war nichts anders als sonst. Die Kids haben aufgeräumt, was irgendwie ewig dauerte.
Wir bekamen die Aufgabe einen “yell”, eine Art Performanz, vorzubereiten für eine Art Wettkampf- ja die Aufgabenstellung hier ist immer ziemlich klar und eindeutig, aber das sollte dann erst nach dem Essen geschehen ( Im Endeffekt haben wir es am nächsten Morgen gemacht).
Das besondere am family day ist, dass nicht wie wir vorher erwartet haben, die Familien vorbeikommen oder so, sondern, dass unsere Familie hier: Die Bahay Tuluyan Familie zusammen ist und zusammen isst. Deswegen sind dann auch alle Kids runter gelaufen, d.h. Zu dem Platz vor unserem Volunteers-house.
Und dann ging alles blitzschnell und auf einmal hatten sie alle sich eine eigene Kochstelle gebastelt und pro Haus hing ein Hähnchen an einer Stange über dem einen Feuer und auf einem Gitter lagen Eggplants über dem anderen Feuer.
Sophie und ich haben versucht es dem gleich zu tun, aber unsere Feuer wollte irgendwie nicht so wirklich und unsere Eggplant waren dann im Endeffekt auch mehr roh ( und das obwohl uns ein Kind geholfen hat), aber da wir auch Hühnchen-Leber essen konnten, war das dann auch alles ok- Das Hähnchen war jeweils leider nur für die Kids.
Das war einfach eine so schone Situation. Wirklich unter freiem Himmel mit allen mit den Händen zu essen.
Und es kam dann noch besser, denn es ging weiter mit Waschen. Ich hatte ja niemals gedacht, dass Klamotten waschen so viel Spass machen kann ( Normalerweise verlier ich hier immer die Lust, wenn ich einmal eine Zeit damit beschäftigt bin meine ganzen Sachen hier mit der Hand zu waschen, was ich übrigens das ganze Jahr tun werde).
Aber es war einfach so cool. Wie ihr euch das alle hier vorstellt, saßen wir im Fluss und haben mit Seife versucht den Dreck mit dem dreckigen Wasser auszuwaschen. Und manche Sachen sind sogar ansatzweise sauber geworden ( Ich rede mal hier nicht vom Geruch).
Einer unserer jüngsten Jungs hat mir übrigens gezeigt, wie das waschen hier ablauft- so cool, was man alles von den Kids lernen kann.
Eine Super Situation war es dann auch, als er rief, dass wir alle aufstehen und unsere Sachen aus dem Wasser nehmen sollen und dann im nächsten Moment erklärt hat, dass die Jungs weiter oben im Fluss gerade rein pinkeln.
Die ganze Szenerie endete damit, dass ich mit meinen Klamotten in einem Eimer, den ich philippino-like auf der Schulter balanciert habe, vor einem Jungen weggerannt bin, der mich die ganze Zeit nass gespritzt hat ( ja, ich war von oben bis unten komplett nass hier). Das Dauergrinsen im Gesicht nicht zu vergessen.

Am Sonntag stand dann der “Yell” an und eine Menge an Spiele. Und abschließend gab es Spaghetti Carbonara und Cookies. Einfach genial das Ganze. Gut, dass ein Family day alle zwei Monate geplant ist ( Ignorieren wir die Tatsache, dass es niemals alle zwei Monate statt finden wird.)

Saturday, 8 October 2016

"Was, du bist erst 18?"


Was hier Freundschaft ist, habe ich noch nicht so ganz raus gefunden. Ich glaube, es ist generell schwer für uns hier, da jeder Interesse zeigt und dann dazu auch noch die Sache mit der Kommunikation kommt. Ich meine, die erste Frage, die immer gestellt wird ist “Wie heißt du?”, also falls die erste Frage nicht “Wohin gehst du oder woher kommst du?” ist ( Die Philippinos benutzen das mehr oder weniger als Begrussung und ich weiß immer noch nicht, ob sie wirklich eine Antwort erwarten). Nach der Namensfrage wird dann manchmal nach dem Land gefragt, aber andererseits ist die zweite Frage immer “Hast du einen (philippinischen) Boyfriend?”. Kein Witz, das wird hier einfach immer gefragt und das obwohl die Philippinos in anderen Dingen so schüchtern sind.

Die dritte Frage ist dann: “hast du fb oder eine philippinische Telefonnummer?”- Ja deswegen ist meine Facebook-Seite momentan auch voll von Philippinos, da die irgendwie durchgängig was posten.

Ok, das sind dann so die drei Schritte, wie man Leute kennenlernt.

Ich habe jetzt mittlerweile festgestellt, dass da ein riesen Unterschied ist, was das Alter angeht, zwischen den Philippinen und Deutschland Hier sind wir einfach nur jung. Alle sagen uns immer wieder, dass wir so jung sind. Die Philippinos bleiben nämlich und leben zuhause viel langer als wir es tun. Ich glaube, es ist normal, dass sie vielleicht mit Mitte 20 ausziehen und eine Familie etablieren, wenn sie nicht auch dann in ihrem Elternhaus wohnen bleiben. Und somit ist da insgesamt auch ein unterschied. Soweit ich das hier jetzt mitbekommen habe, ist es schwieriger Freundschaften zu bilden, je naher das Alter von denen an unser Alter heranreicht, vor allem auch deswegen, weil die Konversation dann immer auf “Kicher, Kicher, Lass und ein |Bild machen und es auf Facebook posten..Kicher,Kicher...Ihr seid so hübsch.Kicher..mein Englisch ist schlecht” hinauslauft. Das ist jetzt nicht böse gemeint, aber man sieht schon, dass die älteren Leute hier dann doch mit ein wenig mehr Lebenserfahrung uns nicht mehr wie eine Zooattraktion behandeln, sondern auch wirkliche Gespräche haben können

So kam es auch, dass wir zwei tage mit einem Typ verbracht haben, den ich zum ersten Mal beim Essen getroffen habe und der mal Surf-lehrer in la Union ( Oh man, ich will dort unbedingt hin, muss ein ziemlich cooler Surfspot sein). Er ist 31 oder so und auch seine Freunde sind um das Alter herum. Eigentlich finde ich ja sowas total seltsam, aber hier ist das für mich völlig normal und wir hatten richtig Spass da zu chillen, bisschen was zu essen und Bier zu trinken ( Er hat in San Pablo ein kleines mexikanisches Restaurant- Omg die Quesadillas und die Nachos sind der Hammer, Ja ich vermisse Käse.)

Ob man das jetzt Freundschaft nennen kann, weiß ich nicht, aber es ist jedenfalls super, Leute zu haben, mit denen man abhängen kann und auch reden und von denen man nicht die ganze Zeit nur angestarrt wird. Er hat uns eingeladen jederzeit vorbeizukommen, um was zu essen oder zu chillen und da er zum Beispiel auch eine Menge Leute kennt, haben wir auch schon verschiedene Trips geplant. Und das ist einfach echt cool!

Cold Springs

So, es war dann mal wieder Zeit, dass ich etwas sehen wollte, dass dann nicht der Doktor war an meinem Day Off und da ich Schwimmen echt vermisst hab in letzter Zeit (Wir haben hier ja einen Fluss, in dem man aber leider nur schlecht schwimmen kann, da er zu flach und voll von Shit ist), hab ich mich schließlich entschieden irgendwo Schwimmen zu gehen.
Nach Recherche ( Ok, meine Informationsquelle ist Bon, ein philippinischer Freiwilliger, der sich hier echt ganz gut auskennt und hier in Quezon für drei Monate für sein Studium geholfen hat) bin ich dann in einem Ressort gelandet.
Ich dachte eigentlich, dass man für die umgerechnet 1,80 Euro bei einem Pool landet, aber irgendwie war das dann noch einmal ein ganzes Stuck cooler:
Es sind sogenannte “Cold Springs” hier. Neben dem Pool der auch hier war, gibt es so Wasserfalle, die natürlich entstanden sind. Voll cool, dass das nicht künstlich angelegt und mit Energie betrieben werden muss (Sowas sollte es überall geben).
Bezogen darauf, dass es wirklich das Grundwasser war, war es dementsprechend auch echt kalt, was anfangs in der Sonne mega erfrischend, aber als dann der Taifun-artige Regen aufzog nicht mehr ganz so geil war.
Es hat sich echt gelohnt einen Tag dort zu verbringen und ich konte endlich wieder schwimmen- so genial!
Und natürlich wurde ich dann auch wieder zum Mittagsessen von einem Paar, dass ihren Geburtstag gefeiert hat eingeladen ( Sie kann echt gute Brownies backen).
Also, auch wenn man alleine irgendwo hingeht...Man verbringt den Tag, als weiße Person hier, nie allein.