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"To make an end is to make a new beginning"- T.S. Eliot

Monday, 6 February 2017

WorkingBee



Das große Wochenende war jeden Tag hier im Gespräch Und eigentlich bestand unsere Woche davor nur aus den Vorbereitungen.
Fur Samstag war der “Working Bee” angesetzt. Ein Tag, an dem zunächst einmal viele freiwillige aus den anderen Centern vorbeikommen sollten um uns hier zu helfen alles in Schwung zu bringen. Also mehr zu pflanzen, altes Holz wegzubringen, die piggeries aufzuräumen und so weiter.
Mittwoch hieß es noch, dass wir mit an die 50 Freiwilligen rechnen können und es wurde geplant, was wir alles schaffen können mit so vielen Leuten.
Freitag Morgen bin ich wie jeden Morgen um 5 am aufgestanden und plötzlich hieß es, dass vielleicht doch nur an die 5-10 Leute Samstag kommen und das wir doch am besten gleich anfangen. So ging es dann für uns schon Freitag mit dem Pflanzen etc. los. ( Neben den Sachen, die wir noch für Sonntag vorbereiten mussten, was eine ganze Menge war).
Samstag Morgen stand das Frühstücke um 5 an- natürlich war allerdings noch niemand wach. Ich denke, wir haben so gegen 7 gestartet. 6 Freiwillige waren aus Manila in der Nacht angekommen und der Rest aus Quezon trudelte zur Mittagszeit ein.
Erst einmal ging es in die Morning Exercise, wo wir uns alle auf dem Basketballplatz versammelt und Übungen gemacht haben-richtig witzig!
Schnell hatte sich danach jeder sich ein TakTak ( Spaten etc.) geschnappt und entlang des Weges wurden Baume gepflanzt und jedes mal wurde drauf geachtet, dass fertilizer drüber gestreut wird.
Lief alles ganz glanzlich- auch darüber, dass ein Typ auf einmal die Wasserleitung zerspalten hat wurde nur gelacht- und schon war dann auch “Marianda-Time”. Nudeln als kleiner Snack nebenbei geht ja immer.
Danach wurde weiter aufgeräumt, Holz zusammen gesucht, mehr Schweinefutter ( Sogenannte Gabi-Pflanzen (Der running gag war “the evening plant” since gabi in english means evening...) oder Dragonterra. Und gepflanzt wurde übrigens überall, wo platz dafür war.
Und schon gab es Lunch ( Ja sie nennen es working Bee, aber essen wird nicht zu klein geschrieben dabei).
Naja, dann haben wir es leider falsch verstanden und wahrend alle weiter gearbeitet haben, haben wir uns Eis gegönnt Leider war die pause nicht um 3pm zu ende sondern die Arbeit...War aber auch nicht so schlimm.
Jedenfalls kann ich nur sagen, dass ich den Tag echt super fand. Es war richtig cool zu sehen, wie jeder mitgeholfen hat und alle zusammen gearbeitet haben- und wir demnach auch richtig viel geschafft haben.

Australian Support



So alleine bin ich dann doch momentan auch gar nicht hier Laguna, denn drei weitere Freiwillige aus Australien sind jetzt auch hier angereist. Die drei studieren und helfen jeweils zwei Wochen in allen drei Centern ( Ursprünglich war es wohl eine große Gruppe aus 10 Leuten, die auf die Center verteilt wurden, allerdings haben viele letztes Jahr so gegen Wahl-Zeit hier abgesagt).
Viel sind Alkyle, James und Steph mit dem Annual Report beschäftigt, das deren Projekt unter anderem ist, aber zum Gluck helfen sie auch beim Planting ( da wir immer noch unglaublich viel Gemüse und Schweinefutter anbauen) und machen erfolgreich meine Activities mit.
Mit dem australischen Englisch hab ich dann doch noch meine Probleme, obwohl ich es ganz schön “ripper” finde ( Ich sprech ja mittlerweile eher Taglish hier, aber dazu später mehr).
Ich sehe zwischen ihnen und mir irgendwie doch einen großen Unterschied und vielleicht ist das auch das, was man dann nach sechs Monaten so ein bisschen unter Anpassung verstehen kann. Wahrend ich mich richtig über meinen Lieblingsfisch Bantus freue, rühren sie ihn nicht einmal an (Angst vor den Graten) und machen sich später instant noodles oder essen lieber ne Pizza, wahrend ich den Frosch mit der Hand aus dem raum hinaus befördere, halten sie Abstand und wahrend ich 100 Pesos schon für unglaublich viel Geld halte, geben sie mal eben 1000 aus. Das ist jetzt nicht kritisch gemeint, aber einfach das, was mir aufgefallen ist und wenn ich Euch in Deutschland frage, kann ich mir schon vorstellen, welchem verhalten ihr ähnlicher seid.
Naja, leiden kann ich die drei trotzdem gerne und es war super auch ein bisschen Gesellschaft hier zu haben und abends nen Film zusammen zu gucken oder spiele zu spielen.
Es geht für sie dann auch schon morgen weiter (Ich freu mich schon auf die farewell-Party: wegen des Foods natürlich hihi). Wer weiß, ob man sich nochmal sieht.

Tuesday, 24 January 2017

6 Monate und doch keine Veraenderung?

Ich wurde jetzt schon ein paar Mal gefragt, ob ich denn denke, dass ich mich so weiter entwickelt habe. Also meine Persönlichkeit sich verändert hat, weil genau das ist es ja, was man von so einem Jahr erwartet oder auch was man sich erhofft und es ist auch das, was uns in dem Vorberitungsseminar erzählt wurde und was man immer und überall zu lesen bekommt, vor allem wenn es um einen langen Freiwilligendienst geht. Es ist jetzt in etwa genau Halfjahresbreak, also seit 6 Monaten bin ich nun hier. Jeden Monat schreiben wir einen monatlichen Bericht, da das Part of the Deal ist. Offiziell gibt es auch eine sognannte Kulturschock-Kurve, die unser Jahr hier beschreiben kann und auch wenn man das auf meinem Blog nicht so mitbekommt, durchlaufe ich diese meiner Meinung nach bisher perfekt. Die Anfangsphase, in der alle unglaublich toll ist und jede kleine Sache besonders, habe ich genauso hinter mir, wie die Ernuchterungsphase, in der alles zur Gewohnheit wird und auch die Phase, in der alles eben nicht so perfekt lauft-der Kulturschock. Vielleicht komme ich genau jetzt in die Phase, in der man sich richtig einlebt. Zumindest habe ich das Gefühl momentan.
Allerdings hat das ja alles nicht so viel mit meinem Charakter zu tun.
Viel kann ich an mir selber nicht feststellen- bisher.
Vielleicht bin ich ein wenig geduldiger geworden, da es hier viel um Warten geht und mich das überhaupt nicht mehr stört
Vielleicht bin ich ein wenig selbstständiger geworden, da ich hier auch Entscheidungen ganz alleine treffen muss.
Und vielleicht bin ich auch ein wenig mehr nachdenklicher geworden, vor allem, wenn man sich zum Beispiel Massentierhaltung anschaut, da ich jetzt sehr viel mit Schlachten zu tun habe und auch weiß, wie man organisch Farming betreiben kann.
Ja vielleicht..vielleicht auch nicht.

one of the last pictures here
one of the first pictures here
Es ist jetzt zwar schon ein ganzes halbes Jahr (Oh ja die Anspielung auf das Buch), aber generell ist es noch ein halbes Jahr zu wenig oder vielleicht brauche ich auch noch mehr Zeit, um irgendetwas bei mir selbst festzustellen.

work, work, work

 Nach all dieser „entspannten“ Zeit in Quezon, kam ich hier an und wie in der biblischen Geschichte, gab es sieben tage voll von Arbeit. Und das meine ich jetzt total positiv gesehen- Ich meine jetzt mal ganz ehrlich, was gibt es schöneres als abends hundemüde ins Bett zu fallen, weil man so viel getan hat? Fur mich gibt es keine grossere Befriedigung.
Die einzigen Pausen waren eigentlich wirklich nur zum Essen da.
„Masipag“ ist das tagalog word dafür und ich kann sagen, dass hier wirklich jeder „Unglaublich viel arbeitet und sich anstrengt“. Und Hilfe wird hier auch auf jeden Fall gebraucht.
Die Farm wird wie schon erwähnt immer weiter ausgebaut und so kam es, dass wir angefangen haben, Locher zu buddeln, um Eggplant und anderes gemuse zu pflanzen, jeden Tag mindestens 10 Hühner geschlachtet und gerupft haben, einen Tag lang damit beschäftigt waren, Futter für die Schweine herzustellen, immer wieder irgendwelche Sachen geschnitten werden mussten ( Grünzeugs etc., da die Schweine vor allem die schwangeren auch bekocht werden) und so weiter. Und das dann neben alltäglichen Dingen, wie das Futtern selbst und das Kochen für die Kinder.
Eines Abends waren wir immer noch beschäftigt Hühner zu rupfen und weil ich so müde war, ist mir das Hühnchen aus der Hand gefallen- nur mal so als Beispiel haha.
Naja ich liebe es hier!!

Gleichzeitig findet sich halt auch immer wieder Zeit, mit den Kindern zu spielen und auch eine Activity habe ich schon veranstaltet. Ja, ich muss sagen: So kann es einfach weitergehen. (Auch wenn ich echt froh bin, jetzt gerade einmal meinen dayOff zu haben).

Der Grosse Change

So, es wird auch Zeit, dass ich jetzt hier einmal davon berichte: Ich habe jetzt meine Einsatzstelle gewechselt. Darfur gibt es verschiedene Grunde, aber Fakt ist, dass ich jetzt seit einer Woche in Laguna Province, in einem anderen Kinderheim, das von Bahay Tuluyan organisiert ist, lebe und hier absolut glücklich bin.
Das Volunteershouse
Die Kinder sind zum grossten teil junger. Der kleinste is6t sogar erst drei Jahre alt und viele sind um die 11 Jahre, was mir echt super gefällt Insgesamt sind hier 33 Kinder momentan und davon sieben Jungs.
Ich wurde direkt super hier empfangen, die Hausmutter sind absolut nett und es ist einfach super schon, von den Kids in den Arm genommen zu werden und zum Beispiel die Kleinen auch zur Schule zu bringen, wobei sie dann in Richtung Klassenraum rennen und sich noch dreimal umdrehen um „Goodbye“ zu rufen. Generell ist es hier gleich organisiert, auch dieselben Regeln gibt es hier wie in Quezon. Die Kinder leben in hausern zusammen, die älteren in sogenannten „group Homes“. Das Gelände ist auch ziemlich groß und die Farm wird immer weiter ausgebaut. Hühner und Schweine gibt es hier schon etliche.
Auch ist es hier etwas zentraler gelegen, was wahrscheinlich für meine Fett-Reserven nicht so gut ist, da Supermarkt und 7-11 nicht mehr weit weit entfernt sind.
Die Grundschule und die Highschool sind direkt nebenan und deswegen kommen die Kinder auch zum Mittagessen immer nach hause.

Ich hab mich jetzt  ach einer Woche schon unglaublich gut eingelebt und auch wenn ich hier jetzt als einzige Freiwillige mithelfe, kann ich mir nicht vorstellen, dass ich mich jemals einsam oder so fühlen werde, da einfach alle hier auch so unglaublich freundlich sind.








UNCRC Training

Ja, was das sein sollte haben wir uns auch lange im Voraus gefragt. Letztes Jahr haben wir einen
Kalender zugeschickt bekommen ( ja so etwas gibt es hier auch) und da stand das schon fest im plan.
Dass wir daran dann aber in manila teilnehmen sollte war dann doch ziemlich neu.
Jedenfalls sind woir Dienstag morgens in aller Fruehe zusammen mit nanay Flor ( Eine der
hausmuetter) aufgebrochen und haben uns auf den Weg nach Manila gemacht.
Nach vier Stunden ca. Haben wir dann auch das Gasthaus, das von ahay Tuluyan betrieben wird
( Makabata Guesthouse) erreicht und gluecklicherweise war alles philippinische Zeit und so waren wir mit unserer halben Stunde Verspaetung auf keinen Fall zu spaet.
So, das UNCRC Training war nicht nur fuer unsere Organisation, sondern insgesamt ein Workshop
zum Thema der Rechte der (philippinischen) Kinder. UNCRC ist auch die abkuerzung fuer das con on the rights of children der UN, welches vor ein paar Jahren schriftlich festgehalten wurde.
Unsere Gruppe war total gemischt, was das ganze irgendwie noch besser gemacht hat. Neben einer
Gruppe jugendlicher Jungs, waren social worker und guards da und zusaertzlich zu zwei Nonnen und
einem Priester, hatten auch drei australische Volunteers, die fuer zwei Monate ca. Hier bleiben und
auch bei uns wohnen werden, daran teilgenommen.
Englisch wurde hauptsaechlich geredet ( Wir wurden sogar als Muttersprachler bezeichnet), allerdings kamen auch immer wieder Antowrten in tagalog, denn natuerlich ist das ja auch fuer alle Beteiligten ausser uns einfacher..
Das ganze stellte sich als ein drei Tage Workshop heraus, in dem wir Prasentationen und Filme
gesehen, aber auch viel selbst aktiv gemacht haben. Es gab immer wieder kleine Spiele, Energizer und irgendwie hatten alle jede Menge Spass.
Es war rihtig cool auch endlich mal wieder wirklich etwas fuer das Gehirn hier zu haben und
mitzudenken. Leider musste ich feststellen, dass mein geschichts-Abi leider dann doch schon dahins
schwindet, aber in den Diskussionen, die wir so hatten, wurd dann klar, dass Schule in der Hinsicht
dann doch echt weiter geholfen hat- auch was die Sache angeht vor anderen leuten zu reden: Es war
echt auffaellig, dass uns weishautern das definitv leichter fiel, obwohl das auch mit steigendem Alter
immer einfacher zu werden schien.
Besonders im Kopf behalten, habe ich die Situation, wenn ich dann doch mich nur leise aeusserte in der Diskussion, was fuer ein Kind das Wichtigste ist, um zu sagen, dass ich Religion fuer nicht so wichtig halte (wir mussten Prioritaeten setzen).
Auch die langen Prozesse, die es hier scheinbar in allen Bereichen zu geben scheint und dass das Opfer dann haeufig deswegen die Anklage fallen laesst. Auch die Angst vor der Polizei hier wurde mir erst richtig bewusst.
Letzte Sache ist dann noch, dass viele es fuer eine schlechte Idee halten, kostenlos Kondome in den
highschools zu verteilen. Also ob das eine schlechte Idee bei der hohen Jugendschwangerschafts-Rate
hier ist...(“Man bringt die Kinder ja nur auf dumme Gedanken” ist ein gegenargument- Koennt auch
gerne kommentieren, wie ihr das seht.)
Naja, also neben den interessanten Inhalten, den Coolen leuten und dem Programm, darf man das super lckere essen natuerlich nicht vergessen!!!
Ach und am ende gab es uberraschenderweise ein Zertifikat. Schon ziemlich cool alles!

Mabuhay ang San Pablo!



Endlich haben wir es zu unserem ersten Festival geschafft.
San Pablo ist die Stadt close by wo die ganzen Seen sind und dort sollte das große Cococnut-Festival statt finden.
Leider ist es nicht das, was man sich sonst so unter nem Festival vorstellt und mit Kokosnüssen hatte das ganze auch nicht allzu viel zu tun, aber unterhaltsam war es auf jeden Fall.
Die ganze Stadt war bunt geschmückt- einfach herrlich und überall gab es Essensstände und auch Handyhüllen und Kleinigkeiten zu kaufen. Essens-technisch schienen eine Doenerartige Falafel für 70 Cent und sisig (PorK) Burger für 40 Cent ziemlich beliebt zu sein.
Die Hauptstraße war abgesperrt, denn hier befanden sich die ganzen Stände und am Abend wurde es dann auch richtig voll. Einige Bühnen waren aufgestellt und sobald es dunkel wurde, fing dann auch alle zehn Meter jeweils ein DJ an aufzulegen ( bissel blöd, dass es keinen Platz zu Tanzen gab).

Am coolsten an all dem war aber das Programm, auch wenn auch dieses anders als erwartet und zusätzlich soo Philippino war. An den zwei Tagen, die ich da war, begann es ca. Zwei Stunden spaeter, als auf einem Plan, den wir von Facebook hatten, was zu unserem Vorteil war, da wir auch jeweils zu spät kamen.
Eine Mister und Misses San Pablo war das erste, was wir gesehen haben und ich kann mir sowas ja stundenlang anschauen, wie sich maedels die Schminke ins Gesicht knallen und damit dann leider ihre Schönheit verbergen und durch Singen und Tanzen in kurzen Röcken auffallen wollen ( Nein, eigentlich waren davon echt viele richtig gut. Eine Ballettaenzerin und eine Beatboxerin, der man das gar nicht zugetraut hätte, fand ich echt spitze). Die philippinischen jungs tanzen alle gleich irgendwie, wenn sie so improvisieren- was echt nicht schlecht aussieht, allerdings auch immer eingebildet rueber kommt, und das schien neben eines nicht allzu guten Geigenspieler und einem Kerl der ziemlich cool wurfel gelöst hat mit der einen und Magie mit der anderen Hand gezaubert hat, das einzige Talent zu sein. Fazit: Kann man sich schon einmal für zwei Stunden geben.
Am anderen Tag sollte die große Street dance Competition statt finden und im Gegensatz zu Sophies und meinen Erwartungen eine Hiphop Battles, waren die Grundschulkinder, die in einer großen Gruppe jeweils zu zwei Songs eine lange Performance in bunten, schillernden Kostümen vollbracht haben, dann doch eine Überraschung
Auch das war echt super anzusehen. Allerdings ging der Song, der darum  ging, dass man nicht zu viele Kokosnuesse essen soll, da man sonst fett wird, uns so auf die Nerven, dass wir dann doch nach ca. Zwei Stunden gegangen sind. Das Abendprogramm konnten wir auch leider nicht mehr sehen, da wir ja curfew haben.
Aber das wird ja nicht das letzte Festival gewesen sein.