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"To make an end is to make a new beginning"- T.S. Eliot

Friday, 13 January 2017

Die ekligste Aufgabe bisher aka wie kann das dieselbe Welt sein?



Jetzt langsam geht es wieder auf den Alltag zu. Die Kids sind alle wieder da und gehen wieder jeden Tag in die Schule. Um drei Uhr wird aufgestanden, um das Fruhstueck und das Mittagsessen zuzubereiten (Der einzige unterschied dabei ist, dass die irgendwie alle über Weihnachten so viel Geld gesammelt haben, dass die kein Mittagsessen in Lunch-boxen brauchen, da sie sich was kaufen können) und tägliche Reinigungen werden auch nicht mehr vernachlässigt
Drei tage lang haben wir immer wieder alle Raume sauber gemacht, da jemand die checken sollte, er aber bisher noch nicht aufgetaucht ist.
Und dann hieß es, nachdem der große Regen dann vorbei war, dass wir mit dem mull weitermachen.c
Ja...unser Müll ist mehr oder weniger ein riesiger Haufen, auf den einfach immer wieder alles- egal was: Flaschen, Klamotten, Plastik, Papier etc.- drauf geworfen wird. Es ist hier üblich in den Philippinen den Müll zu verbrennen- die meisten Leute tun das ja auf der Straße und das war auch unser Plan. Allerdings meinte die Hausmutter, dass wir aus welchem Grund auch immer, den Müll vorher sortieren werden und so befanden wir uns dann kurze Zeit später auf dem riesigen, ekligen, mit Ameisen bedeckten Müllberg, tief in der Mocke, und haben angefangen, Klamotten und Stoffe nach links, Flaschen nach rechts und Plastik in die Mitte zu schmeißen Leider ist es nicht einmal das schlimmste an der ganzen Aktion gewesen, dass wir mit den Handen in dem ekligen Müll herum gewühlt haben und alles weiter nach hinten geschmissen haben oder das Müllwasser durch meine Schuhe geflossen ist ( Ja ich dachte, dass barfuß vielleicht nicht die beste Idee ist) sondern dass wir dann einfach die Klamotten, Schuhe und andere Stoffe, die wir vorher beiseite gelegt haben, einfach den Fluss herunter geschmissen haben. Ich wollte mich erst weigern, aber L:eo meinte dann „Ob du das machst oder die anderen, macht auch keinen Unterschied“. Ich frage mich echt, in wie weit man ihre noch von an die Kultur anpassen reden kann, da das einfach absolut gar nicht ging. Ich meine, wir leben schließlich immer noch alle in der selben Welt und auch wenn Deutschland und Europa manchmal so weit weg scheint, macht es keinen unterschied, ob man die Sachen hier verrotten lässt oder woanders. Das ist jetzt auch generell gemeint, denn Müll ist hier halt echt noch ein problem- vielleicht mangelt es auch nur an der Aufklaerung- aber der wird einfach immer in die Umwelt geschmissen, und ich denke, dass niemand wirklich einen Gedanken daran verschwendet.
Schon ziemlich traurig...Allerdings habe ich mich in dem Kontext auch angefangen zu fragen, ob das nicht genau das gewesen ist, was Kolonialisierung ausmacht: Zu sagen, dass wir es besser wissen und dann ein neues System ihnen aufzudrängen Heutzutage kann es mit Fakten belegt werden und ich sage keinesfalls, dass alle Philippinos rücksichtslos mit der Umwelt umgehen, aber vielleicht musste man mehr daran setzen, sie von Nachhaltigkeit zu bezeugen Mann kann ja klein, ich kann ja klein, hier im Center, anfangen.

Lets go to the Beach!



Wir haben ja mittlerweile schon ziemlich viel von der Umgebung hier gesehen, allerdings ist mir aufgefallen, dass wir noch nie so suedostlich waren und so beschloss ich dort einmal der Küste einen Besuch abzustatten. Vor allem, weil Meer und Strand ja auch die absolut besten Platze sind und wenn man das ja schon quasi vor der Haustuer hat, muss man es ja auch ausnutzen.
Nach zwei Jeepney-Fahrten war ich dann da und nachdem mir alle Leute versichert haben, dass es viel zu “malayo” ist, um an einen Strand zu laufen, hat mir GPS das Gegenteil bewiesen und ich habe mich mit einer fetten Schock-Icecream ( keine gute Idee, denn die schmilzt direkt weg) auf den weg gemacht.
Mein kleiner Hiking-Trip dauerte dann so eineinhalb Stunden und war einfach awesome.
Nachdem ich von der großen Straße weggekommen bin, befand ich mich auf einem Trampelpfad, der neben dem Fluss her ging. Das ganze war mehr ein Staudamm, denn rechts und links vom Fluss befanden sich die Wege viel hoher gelegen und hat mich deswegen auch total an zuhause erinnert ( Deriringsen in viel schöner!)- vielleicht lag das Heimgefühl allerdings auch an den Kühen, die immer wieder meinen Weg kreuzten. Jedenfalls war es total schön da. Alle Farben glanzten wirklich in der Sonne und neben den meisten Häusern befanden sich Reisfelder, in denen sich die Sonne spiegelte.
Irgendwann bin ich in einen Ort gekommen, wo man mir gesagt hat, ich müsse nur derr Strasse folgen und am ende links abbiegen, dann bin ich am Strand. Links abgebogen bin ich und dann definitiv auch durch Privatgelände gegangen, wo die Leute mir aber alle ganz freundlich den Weg gezeigt hatten.
Es war schwarzer Sandstrand und vermutlich von dem Taifun zuvor auch noch etwas dreckig, aber trotzdem einfach ein besonderer Eindruck. Ich war auch ganz alleine da- wie in einer anderen Welt.
Auf einer Sandbank habe ich es mir auch gemütlich gemacht, da allerdings Ebbe war, wurde das Schwimmen dann allerdings mehr zum plantschen. So lassen sich DaysOff verbringen!
 
Eine Woche später habe ich beschlossen, dann noch einmal in dieselbe Richtung aufzubrechen. Leider gibt es hiervon keine Bilder, da ich ja mein Handy verloren habe. Es war aber auch ganz cool, so ohne Handy unterwegs zu sein. Allerdings hatte ich deswegen beinahe meinen Jeepney zurück verpasst, de ich ja auch keine Uhr hatte, aber hat dann doch durch die Hilfe eines netten Trycicle-Drivers super geklappt.
Diesmal bin ich noch ein Stückchen weiter gefahren und dann schließlich bei einem white-sand-beach raus gekommen Das ganze war dann doch ein Stückchen mehr touristischer als zuvor, allerdings auch total schön und entspannend. Ich bekomme irgendwie immer so ein richtiges Urlaubs-Gefühl
Angekommen bin ich einem weg gefolgt, der zwischen den Häusern herging und somit habe ich mir, glaub ich, den eintritt in einem Ressort gespart. Das Wasser diesmal war der Hammer. Es war recht stürmisch, deswegen gab es wellen und es war angenehm kühl- ein super Mix zu der heißen Sonne und dem frischen Wind.
Lesen, ein Strandspaziergang mit meinem guten alten MP3-Player ( Ja, Papa, ich musste an dich denken) und ein bisschen Klippensteigen plus die Palmen und die Natur der Philippinen im Hintergrund, haben den Tag dann schon ziemlich perfekt gemacht.
In einer Dusche des Ressorts habe ich mich geschmuggelt und so kam ich dann vollkommen entspannt nach Hause. Also ich will definitiv später in der Nahe eines Strandes wohnen!



DER Biketrip



Es sind ja jetzt Ferien gewesen, was bedeutet, dass wir eben nur 8 Kinder im Center hatten, da der Rest Familie besucht hat.
Und so kam es, dass wir dann auch einen Familien-Ausflug gemacht haben. Es sollte nach San Pablo gehen, wo wir ja schon einige Male waren, zu einem Fahrrad-Trip Alle waren Feuer und Flamme und bis auf drei Kinder, die um Geld gespielt hatten und deswegen als Bestrafung nicht mit durften, haben sich alle herausgeputzt.
Nachdem wir dann vier stunden in der Hitze gewartet haben, ich bin mir noch nicht sicher, ob ich mich an das Warten gewöhnen werde, sind wir dann losgefahren.
Angekommen haben wir erst einmal alle unsere Essensvorrate ausgepackt und irgendwo an einen Pfeiler gestellt. Wie das dann immer so ist, hieß es “Beca, eat now” und erst einmal gab es  was zu essen.
Ehe ich mich versah, stand ich dann aber auch schon alleine da, mit zwei Staff-Mitgleidern. Irgendwie waren alle Kinder nacheinander (Auch nicht gleichzeitig) aufgebrochen um den See, der einen Umfang von ganzen 4 Kilometern hatte, zu umrunden. Es waren auch nicht genug Fahrräder da und so war das dann der Fahrrad-Trip. Erwartet hatte ich ja echt eigentlich so wie man das kennt, dass alle zusammen losfahren, aber naja andere Kultur halt.
Im Endeffekt bin ich mit Donato und zwei Kids gelaufen, was schon ziemlich witzig, da Philippinos ja nie laufen und dann die Gesichtsausdrucke zu sehen, als ein Schild “2 von 3,7 km” gesagt hat. Aber wir habens alle überstanden :D
geendet hat der gesamte Trip dann damit, dass wir wieder gegessen haben und es dann noch angefangen hat zu regnen. War aber schon alles wieder ganz witzig!

Sunday, 1 January 2017

the biggest problems #5lostphone

So, das Problem ist dann wirklich mal das groesste. Wie auch immer ist mein Handy jetzt verloren gegangen. Man will ja niemand verdaechtigen, aber da ich nur auf dem Gelande zu dem Zeitpunkt war, stehen eigentloch nicht so viele Moeglichkeiten zur Auswahl.
Naja, Materielle Dinge sind ja nicht alles, kann man ja schon einmal als eine super Lektiopn fuers neue Jahr nehmen. Deswegen wird das mit meinen Posts und den Bildern und allem schwieriger...Aber wie gesagt: Ein neues Handy ist ja auch nicht schlecht. Immer positiv denken!

Freunde besuchen aka Anstrengend



Manchmal ist es ja einfach dann doch echt anstrengend freunde zu besuchen haha. Ich meine, die Freundlichkeit der Philippinos ist der Hammer, aber manche Sachen gehen dann echt zu weit. Die drei Bruder waren am ersten Weihnachtsfeiertag alle da, so wie generell irgendwie die gesamte Familie, da sie einen Tag vorher eine große Familien-Weihnahctsfeier hatten ( das hat man dann auch ziemlich an den Stimmen von manchen gehört, die aufgrund des Alkohols ziemlich angeschlagen waren). Stolz wird uns nebenbei bemerkt immer jedes familenmitglied vorgestellt “ das ist meine Cousine” “mein Neffe” oder “ einer meiner 13 Geschwister”. Wir sind es ja auch schon gewohnt, das immer etwas zu essen gebracht werden muss, wenn Besuch da ist ( natürlich hatten wir auch ein pasa lubong dabei), aber was diesmal aufgetischt wurde, war schon extrem: Tilapia, macaroni-salad, Spaghetti, reis-nachtisch, lumpia, minudo, natürlich Reis, peanutbutter-jelly bread, rice cake, Papaya.... Ich war heilfroh, als ich dann bemerkt habe, dass das noch leftovers vom Tag zuvor sind und das alle mit uns gegessen haben. ( Das ist ja so unangenehm, wenn die das extra für uns machen).
Generell ist es einfach schon zeit zu verbringen und zu reden, vor allem, wenn alle entspannt sind.
Leider leider kommen aber immer wieder Situationen dazwischen, die dann alles doch etwas unangenehm machen. So hab ich zum Beispiel nur zu einem Gesagt, dass die Kette cool ist die er hat und schon reißt er sich die vom Kopf und will sie mir schenken. Er hat dann auch nicht aufgeben bis ich schließlich eine identische Kette um den Hals hatte, die er dann irgendwo hervorgekramt hat.
Auch, dass wir so wohl Geld, als auch eine Tasse geschenkt bekommen haben, mit der Begründung, dass ja Weihnachten ist, war einfach nur unangenehm.
Ich weiß, dass das ja alles nur Höflichkeit ist, aber manchmal ist eben diese ein wenig too much.
Auch für Weihnachten haha.
Jedenfalls haben wir dann doch ein paar gesellige Stunden mit allen verbracht und waren schließlich abends irgendwann zuhause mit Einladungen zu zwei geburtstagen und einer neujahrsfeier.
Echt cool! Und gleichzeitig auch schade, da man bedenken muss, dass das zum grosstenteil nur durch unsere Hautfarbe provoziert ist.